Teil I des Tutorials
Installation von Oracle 9.0.2i unter Suse-Linux 7.3
Einleitung
Während die Installation einer Oracle Datenbank unter Windows
als OS inzwischen relativ problemlos möglich ist, bereitet
die Installation des Oracle Datenbanksystems unter Linux zahlreiche
Schwierigkeiten. Diese Schwierigkeiten resultieren daraus, dass
vor der Installation das Betriebssystem zunächst konfiguriert
werden muß (z.B. konfiguration der Kernelparameter). Desweiteren
ist die Installation an sich noch nicht so weit automatisiert, wie
das zur Zeit bei einer Installation unter Windows der Fall ist,
so dass gute Kenntnisse z.B. der Userverwaltung aber auch der Einstellungsparameter
für Oracle vorhanden sein sollten.
Der Installationsprozess untergliedert sich aus Gründen der
Übersichtlichkeit in zwei Teile. Im ersten Teil (diesem) wird
nur die Konfiguration des Betriebssystems und die Installation von
Oracle beschrieben. Im zweiten Teil
wird die Einrichtung von Oracle, sowie die Installation einer Datenbank
gezeigt.
Das tutorial ist auch als zip für den Download
verfügbar (1,05 MB).
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Systemvoraussetzungen
Um Oracle 9i zu installieren, empfiehlt der Hersteller folgende
Systemvoraussetzungen:
Arbeitsspeicher: Minimum 512 MB RAM
SWAP Space: Optimal ist 1 GB aber mindestens so groß wie der
Arbeitsspeicher.
Auf unserem System lagen folgende Voraussetzungen vor:
OS: Suse Linux 7.3 professional
Prozessor: Pentium II 750 Mhz
Ram: 512 Mb
HD: 10 GB frei
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Download der Datenbank
Die Datenbank besteht aus drei Paketen, die hier
nach einer Anmeldung runtergeladen werden können.
Folgende Pakete müssen vorliegen:
1. lnx_920_disk1.cpio.gz (553,239,173 bytes)
2. lnx_920_disk2.cpio.gz (588,798,999 bytes)
3. lnx_920_disk3.cpio.gz (442,087,410 bytes)
Außerdem sollte hier
das Paket orarun.rpm runtergeladen werden, das später noch
benötigt wird, um die Kernelparameter zu konfigurieren.
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Vorbereitung des Systems
1.Anlegen der
User und Gruppen:
Die Installation und Administration von Oracle sollte unter einem
gesonderten Nutzer erfolgen. Dieser Nutzer heißt "oracle"
und wird von Suse schon bei der Installation der Distribution angelegt.
Er gehört zu den Gruppen dba und oinstall und erhält sein
persönliches Verzeichnis im Gegensatz zu anderen Nutzern nicht
unter /home, sondern unter /opt/oracle.
Damit die Installation und die Administration von Oracle durchgeführt
werden kann, müssen in der .profile des Users oracle noch Pfadangaben
für die Arbeit mit Oracle eingefügt werden. Da die .profile
unter /opt/oracle noch nicht vorhanden ist, kann sie von einem andern
Nutzer in das Verzeichnis /opt/home kopiert werden, um die Umgebungsvariablen
zu setzen. Diese Variablen überschreiben beim Login als oracle
die unter etc/profile.d/oracle.sh eingelesenen Variablen.
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# ORACLE Umgebungsvariablen setzenORACLE_BASE=/opt/oracle;
export ORACLE_BASE
ORACLE_HOME=/opt/oracle/IhrOraHome; export ORACLE_HOME
ORACLE_SID=IhreSID; export ORACLE_SID
ORACLE_TERM=xterm; export ORACLE_TERM
ORACLE_OWNER=oracle; export ORACLE_OWNER
NLS_LANG=german_germany.WE8ISO8859P1; export NLS_LANG
ORA_NLS33=$ORACLE_HOME/ocommon/nls/admin/data; export
ORA_NLS33
# Den PATH erweitern
set PATH=$PATH:/$ORACLE_HOME/bin
# CLASSPATH:
CLASSPATH=$ORACLE_HOME/JRE:$ORACLE_HOME/jlib:$ORACLE_HOME/rdbms/jlib
CLASSPATH=$CLASSPATH:$ORACLE_HOME/network/jlib
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2. Konfiguration
und Überprüfung der Kernelparameter, der C-Bibliotheken
und des C-Compilers:
Oracle benötigt unter Suse mindestens den Kernel 2.4.7 und
glibc 2.2.2. Welcher Kernel vorhanden ist, erfährt man mit
diesem Befehl:
Die Version der auf Ihrem System vorhandenen C-Bibliotheken erfährt
man über diesen Befehl:
Auf unserem System war als C-Bibliothek die Version 2.2.4 installiert
und der Kernel lief in der Version 2.1.10. Ein Update dieser Komponenten
war also nicht nötig. Sollte dieses Update nötig sein,
kann es über die Update Funktion von Yast/Yast2 unkompliziert
durchgeführt werden.
Anschließend wurde noch der vorhandene CCompiler getestet.
Über:
sollte einem der Pfad zum Compiler ausgegeben werden.Und über
die Version des Gnu-C Compilers (gcc).
An dieser Stelle kommt jetzt auch das von Suse runtergeladene rpm
zum Einsatz. Die Installation des Paketes erfolgen über diesen
Befehl:
Erledigt wird dabei dieses:
- Die Umgebungsvariablen wie $ORACLE_HOME werden für jedes
Login durch einen Eintrag in der Datei etc/profile.d/oracle.sh
gesetzt. Um jedoch diese Variablen exakt auf unser System und
unsere Installation abzustimmen, haben wir bereits unter /opt/oracle
die Datei .profile angepasst, die beim Login des Users oracle
die Einträge in der oracle.sh überschreibt.
- Der entscheidende Punkt ist das setzen der Kernelparameter wie
z.B. max. shared memory (SHMMAX) auf einen Wert wie von Oracle
gefordert.
- Start und Stop der Oracle Datenbank bei startup und shutdown
von Linux. Weitere Infos sind unter /usr/share/doc/packages/orarun/README
zu finden
3. Hinweis zur Java Laufzeit
Umgebung:
In einigen Installation-Guides findet man den Hinweis, dass es zu
Problemen kommt, wenn auf einem Linux System bereits ein jre installiert
ist, da Oracle sein eigenes Runtime Environment mitbringt. Diese
Probleme ließen sich unter Oracle 9.0.2 nicht reproduzieren
und wurden offensichtlich in der aktuellen Oracle Distribution gefixt.
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Installation des Datenbanksystems
1. Entpacken der Dateien:
Die vorhandenen drei Pakete müssen zunächst entpackt werden.
Dazu schlagen wir folgenden Befehl vor :o):
| $ gunzip lnx_920_disk1.cpio.gz lnx_920_disk2.cpio.gz
lnx_920_disk3.cpio.gz |
|
Zusätzlich zur Komprimierung sind die benötigten Dateien
nochmal in ein cpio Archiv zusammengefaßt worden. Nachdem
die Dateien entpackt wurden, muß deshalb die im Archiv zusammengefaßte
Verzeichnisstruktur über eine "Dearchivierung" wieder
hergestellt werden. Das wird von diesen Befehlen erledigt:
$ cpio -idmv < lnx_920_disk1.cpio
$ cpio -idmv < lnx_920_disk2.cpio
$ cpio -idmv < lnx_920_disk3.cpio |
|
Danach sind im Installationsverzeichnis die Ordner Disk1, Disk2
und Disk3 sichtbar. Ab hier erfolgt jetz die eigentlichie Installation.
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2. Ausführen
der Installation:
Um die eigentliche Installation zu starten, ist ein Wechsel in das
Verzeichnis Disk1 notwendig. Über ./runInstaller wird die grafische
Installation gestartet und das erste Fenster zur Benutzerführung
erscheint
Schritt 1:
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Schritt 2:
Hier wird ein Hauptverzeichnis vorgeschlagen. Diesr Vorschlag kann
über einen klick auf OK angenommen werden.

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Schritt 3:
Eingabe des Gruppennamens, zu der der User oracle im Linux System
gehört. In diesem Fall ist, da der User bereits angelegt ist
und zur Gruppe oinstall und dba gehört, der Gruppenname oinstall.
Der Schritt kann so akzeptiert werden.

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Schritt 4:
Angabe des Verzeichnisses, das als Installationsquelle dient und
Angabe des Zielverzeichnisses.

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Schritt 5:
Auswahl der Installationsprodukte. Hier sollte für eine Installation
des Oracle Servers und aller Managementtools die oberste Option
gewählt werden.

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Schritt 6:
Auswahl der Installationsart. Auch hier sollte die oberste Option
ausgewählt werden, da sie die anwendungsreiste Installationsart
darstellt.

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Schritt 7:
Auswahl der Datenbank, die bei der Installation erstellt wirdt.
Es sollte Option 1 ausgewählt werden, da hier eine vorkonfigurierter
Datenbank für allgemeine Anwendungen installiert wird.

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Schritt 8:
Angabe des globalen Datenbanknamens im ersten Feld und eines Namens
für die Datenbankinstanz im zweiten Feld.

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Schritt 9:
Auswahl des Zeichensatzes für die Datenbank. Die oberste Option
kann ausgewählt bleiben, da hier der Standard-Zeichensatz des
Rechners ausgewählt ist.

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Schritt 10:
Es werden nochmal alle ausgewählten Komponenten und die Installationskonfiguration
angezeigt. Wenn jetzt auf Installieren geklickt wird, gehts los.

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Schritt 11:
Ab geht er, der Peter :o)).

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Schritt 12:
Kurz vor Abschluß der Installation müssen einige Dateien
und Verzeichnisse überschrieben werden. Deshalb muß ein
Sript als user "root" ausgeführt werden, da dem User
"oracle die Berechtigung dafür fehlt. Der Hinweis sieht
so aus:

Das Script zur Ausführung heißt root.sh und ist unter
/opt/oracle/product/9.0.2 zu finden. Um es auszuführen muß
die Konsole geöffnet werden und ein su auf root durchgeführt
werden. Dann wird über ./root.sh das Script ausgeführt.
Die Abfrage, ob die Dateien, bzw. Verzeichnisse überschrieben
werden sollen, mit Enter bestätigen und danach im noch offenen
Fenster auf ok klicken, damit die Installation forgesetzt wird.
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Schritt 13:
Es werden noch einige Konfigurationswerkzeuge installiert, deren
Installation optional ist. Die Installation dieser Werkzeuge kann
auch später wiederholt werden.

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Schritt 14:
Meldung über den erfolgreichen Abschluß der Installation

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Der zweite Teil befaßt sich mit der Installation einer Datenbank
und der Einrichtung von Oracle. Zwar gibt es schon bei der Installation
von Oracle die Möglichkeit, eine Datenbank zu installieren,
es ist jedoch übersichtlicher, diesen Schritt später zu
veranlassen, weil die Installation damit deutlich übersichtlicher
wird.
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weiter zu Teil II
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