Teil II des Tutorials
Installation von Oracle 9.0.2i unter Suse-Linux 7.3
Einrichtung der Oracle Datenbank
Installation
einer Datenbank
Schritt 1:
Um eine Datenbank unter Oracle zu installieren und einzurichten,
ist es sinnvoll, diese Einrichtung mit dem Datenbankassistenten
vorzunehmen. Bedauerlicherweise legt Oracle unter Linux keine Bildschirmsymbole
für den Aufruf einzelner Tools auf dem Deskstop an und auch
im Startmenü finden sich keine Einträge.
Unter /opt/oracle/product/9.0.2/bin finden sich jedoch die Kürzel
für den Aufruf einzelner Prograrmme. Da die einzelnen Verzeichnisse
bei der Einrichtung des Betriebssystems in den Pfad aufgenommen
wurde, können wir jetzt von jeder beliebigen Stelle als user
"oracle" einfach dbca in die Kommandozeile eintippen und
der Datenbankkonfigurationsassistent wird gestartet. An dieser Stelle
kann einfach auf weiter geklickt werden.

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Schritt 2:
Es weden unterschiedliche Optionen für die Verwaltung von vorhandenen
Datenbanken angeboten. Da bisher nch keine Datenbank vorhanden ist,
sind die Optionen konfigurieren und löschen ausgeblendet. Da
eine Datenbank erstellt werden soll, wählen wir Option1.

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Schritt 3:
Dies ist ein wichtiger Schritt, denn ab Oracle 9/9i wird die Möglichkeit
geboten Vorlagen zu erstellen, wie eine Datenbank beschaffen sein
soll. Wir wählen hier die Option1, da diese Vorlage zur allgemeinen
Verwendung gedacht ist. Außerdem werden bei Auswahl dieser
Option auch schon alle Datendateien erstellt. Wähle ich die
Option3, so wird mir einen neue Datenbank erstellt, aber ohne! die
erforderlichen Datendateien.
Beim Klick auf "Details" geht eine neues Fenster auf.
Dieses Fenster enhält eine Auflistung aller Parameter für
die Datenbankvorlage und kann bei Bedarf als html gespeichert werden.
Eine Beispielseite ist hier
zu finden.

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Schritt 4:
Hier muß der Name für die Datenbank angegeben werden.
Oracle hängt an diesen Namen später den Domainnamen ran,
so das dieser Datenbankname später meinname.meinedomain lautet.
Außerdem wird hier der Name für die Datenbankinstanz
angegeben. WICHTIG: Über diesen Namen, die sogenannte SID kann
die Datenbank später referenziert werden. Das heißt,
der Zugriff auf die Datenbank, z.B. von einem anderen Rechner aus,
ist später über diese SID möglich.

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Schritt 5:
Auswahl, in welchem Modus auf die Datenbank zugegriffen werden soll.
Hier gibt es zwei Möglichkeiten:
Option1:
Der Zugriff auf die Datenbank erfolgt über den dedizierten
Server Modus. Das heißt, für jeden Client wird eine explizite
Verbindung zur Datenbank hergestellt. Diese Einstellung ist sinnvoll,
wenn nur wenige Clients gleichzeitig auf die Datenbank zugreifen.
Option2:
Der Zugriff auf die Datenbank erfolgt über den sogenannten
Shared Server Modus. Dieser Modus stellt eine Verbindungsverwaltung
dar, die analog zu einem Connection Pooling funktioniert. Das bedeutet,
eine Anzahl von Verbindungen wird zur Datenbank aufgebaut und ist
immer vorhanden. Einem User wird dann eine Verbindung aus diesem
Pool zugewiesen. Wird diese Verbindung vom User freigegeben, bleibt
die Verbindung bestehen und wird an den nächsten User weitergegeben.
Das hat den großen Vorteil, dass nicht immer wieder neue Verbindungen
zur Datenbank aufgebaut und wieder freigegeben werden müssen.
Option1 wurde in diesem Fall von uns gewählt, da sie für
eine Testinstallation völlig ausreicht.

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Schritt 6:
An dieser Stelle werden die Initialisierungsparameter für die
Datenbank angegeben. Dazu gehören die Speicherverwaltung, die
Zeichensätze, die verwandt werden sollen, die DB-Skalierung
(d.h. der maximale Speicherplatz, der für Sortiervorgänge
genutzt werden kann, wobei höhere Werte die Effizienz von umfangreichen
Sortiervorgängen erhöhen), die Dateispeicherorte und die
Aktivierung des Archivelogmodus. Dieser Modus speichert Redo-Log
Dateien, bevor sie wiederverwandt werden. Im Notfall (Plattencrash,
Verlust der Datenbank), kann so die Datenbank komplett wiederhergestellt
werden. Dieser Modus ist automatisch aktiviert.

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Schritt 7:
Einstellung der Parameter für die Speicherung der Datenbank.
In einer Baumstruktur erhält man hier eine zusammenfassende
Ansicht in der folgende Objekte angezeigt und angepaßt werden
können:
- Kontrolldateien
- Tablespace
- Datendateien
- Rollback-Segmente
- Redo-Log-Gruppen

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Schritt 8:
Dies ist der letzte Schritt vor der Erstellung der Datenbank. Standardmäßig
ist die obere Checkbox mit einem Haken versehen und bei einem klick
auf die untere Checkbox gibt es die Möglichkeit eine eigene
Datenbankvorlage zu speichern. Das heißt, es wird so etwas
wie ein Template angelegt, dass später mit den eingestellten
Parametern erneut aufgerufen werden kann und eine Datenbank erstellt,
die den gespeicherten Vorgaben entspricht..

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Beim Klick auf Beenden wird die Datenbank erstellt.

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Schritt10:
Die Datenbank ist jetzt erstellt. Nun müssen noch die Passwörter
angegeben werden. Diese Passwörter gelten für den Benutzer
Sys und für den Benutzer System. Zur Sicherheit müssen
die Passwörter wiederholt werden.

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Nach dem Klick auf "Beenden" ist die Erstellung der Datenbank
abgeschlossen und die Passwörter sind gespeichert.
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Einrichten von Oracle
Um überhaupt auf die Datenbank zugreifen zu können, ist
es jetzt noch notwendig, eine Listenerprozeß einzurichten.
Dafür steht ein Tool zur Verfügung, das über den
Aufruf netmgr gestartet wird. Es erscheint jetzt ein Fenster das
annähernd analog zum "Net 8 Assistant" aufgebaut
ist.

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Wenn im rechten Fenster auf den Ordner "Listener" geklickt
wird und danach auf das grünze Kreuz auf der linken Seite,
kann ein neuer Listenerprozeß eingerichtet werden. Dann im
rechten Teil des Fensters "Database Services" aus dem
Dropdown Menü auswählen und bei den Registerkarten auf
"Add Database" klicken. Die bei der Installation der Datenbank
angegebene SID kann jetzt im Feld SID eingetragen werden. Die Felder
Global Database Name und Oracle Home Directory können so belassen
werden.
Ein Service Name für die Kennzeichnung der Verbindung zur
Datenbank (unter Service Naming auf der linken Seite) muß
nicht mehr angegeben werden. Im Gegensatz zu Oracle 8 wird unter
der 9i bereits ein Servicename für die Datenbankinstanz angelegt,
so dass unter diesem Namen auf die Datenbank zugegriffen werden
kann, wenn ein Listenerprozeß angelegt wurde.
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Starten der Datenbankinstanz und des
Listener Prozesses
Es fehlen jetzt nur wenige Schritte, um auf die Datenbank zuzugreifen.
Dazu gehört das hochfahren der Datenbankinstanz und der Start
des Listenerprozesses.
Schritt1:
Zunächst muß in der Datei /etc/oratab folgende Zeile
verändert werden:
meindatenbankname:/opt/oracle/product/9.0.2:Y
(von N auf Y ändern)
Schritt2: Danach wird der Befehl dbstart ausgeführt.
Durch die Anpassung der Pfade ist es egal, von welcher Verzeichnisebene
dieser Befehl abgesetzt wird. Er wird durch Enter wird ausgeführt
und es kommen einige Meldungen die den Status des Starts ausgeben.
Die Meldungen schließen mit
Database 'meindatenbankname' warm started
Geschlossen wird die Datenbank über den Befehl dbshut.
Wenn mehrere Datenbanken vorhanden sind, muß über den
Befehl export ORACLE_SID=sid bekannt gemacht werden, welche
Datenbank gestartet werden soll.
Schritt3:
Der Listenerprozeß wird über lsnrctl start LISTENER
gestartet. Analog dazu wird er mit lsnrctl stop LISTENER
$ lsnrctl start LISTENER
$ lsnrctl stop LISTENER |
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angehalten. Auch hier werden wieder Statusmeldungen ausgegeben.
War der Start des Listeners erfolgreich, schließen diese Statusmeldungen
mit dem Satz "Der Befehl wurde erfolgreich ausgeführt".
Über den Befehl ps ax | grep LISTENER kann ich mir
z.B. die PID des Listenerprozesses ausgeben lassen.
Beim Aufruf des Befehls sqlplus kann ich jetzt über
die Angabe von Benutzername/Passwort@Dienstname auf die
Datenbank zugreifen.
$ sqlplus
....
sqlplus> .....: Benutzername/Passwort@Dienstname
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